
Ulrike Flemming,
Geigerin, Violinpädagogin und Initiatorin des Projekts, lebt in München. Sie hat im eigenen Leben erfahren, dass Musik überallhin begleiten und Rettungsanker in Nöten und Krisen sein kann.
Wer sich auf Musik einläßt, findet in ihr Entsprechungen zu allen Herausforderungen des Daseins. Deswegen wagte sie das Risiko, ihrer Vision gleichsam aus dem Nichts heraus eine Gestalt zu geben. Seither bestätigt sich ihre Überzeugung Tag für Tag.
Romilda E.Perez Torres,
genannt Suky, ist die Koordinatorin vor Ort. Sie hat Philosophie und Pädagogik studiert und gehört seit 1968 zur katholischen Institution „Asociacion de Vida Consagrada Servidoras“, einer Schwesternschaft, welche ein zölibatäres Leben „in der Welt“ führt. Nachdem Suky 5 Jahre lang das Studentinnenwohnheim der „Asociacion Argentina de Cultura“ in Buenos Aires geleitet hatte, zog sie 1979 nach St. Maria de la Armonia, wo sie seitdem als Katechetin und Koordinatorin für die Seminare der Fundacion Cultural Argentina tätig ist.
Im Jahr 2004 begann sie zusammen mit Ulrike Flemming das Projekt „Niños en Armonia“. Die Kinder und Familien der Umgebung sind ihr aus ihrer seelsorgerischen Arbeit seit vielen Jahren bekannt und so genießt sie das uneingeschränkte Vertrauen aller.
Ihr ganz besonderes Charisma sind die Musik und die Musiker.
Ingrid Ostrovski
Ihre Antwort auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne mitzumachen (als das Projekt noch nichts weiter war als ein verrückter Traum) : „Kinder, wisst ihr, dass mein sehnlichster Wunsch ist, so etwas noch mit aufzubauen?!“ Seitdem ist sie die Seele der musikalischen Arbeit mit den Kindern.
Sie stammt aus einer deutschen in Buenos Aires lebenden Pfarrersfamilie, studierte 1958 in Hannover Beschäftigungstherapie (heute Ergotherapie). Darauf folgten einige Semester Musiktherapie in Wien. Zurück in Argentinien begann sie, in Mar del Plata in einem privaten Rehabilitationszentrum mit Ergotherapie und Musiktherapie zu arbeiten. Bald wurde sie an die Universität berufen.
Ihre große Liebe gehörte immer der Musik und den Kindern. Als 50jährige adoptierte sie zwei Kinder aus dem noch ärmeren Norden Argentiniens. In ihrer spärlichen Freizeit leitet sie, inzwischen Rentnerin, einen Kirchenchor, spielt Blockflöte und Gitarre. Sie hat 3 Werke von V. Frankl über Logotherapie aus dem Deutschen ins Spanische übersetzt. Auch aus dessen Gedanken heraus ist ihre tiefe Überzeugung: "Sinn im Leben zu finden geht am leichtesten über künstlerische Erfahrung."
Jedes unserer Projektkinder erfährt den Einstieg in die Musik bei ihr. Es gelingt ihr in einmaliger Weise, die eigene Liebe zur Musik auf die Kinder zu übertragen.
Daniel Zucchiatti
der Cellolehrer und Orchesterleiter unseres Projektes. Aus sehr einfachen Verhältnissen stammend hat er eine äußerst vielseitige Ausbildung erfahren: er spielt Gitarre und Violoncello, hat Komposition studiert und ist gleichermaßen in Rock, Pop, Jazz, Folklore und Klassik zuhause. In Mar del Plata gründete er den Chor "Alealudus", mit dem er gregorianische Gesänge erarbeitet und aufführt. Daniel ist an mehreren Schulen als Musiklehrer tätig.
Er ist ein ausgezeichneter Tai-Chi Lehrer und bildet sich unermüdlich weiter. Mit seiner Frau Maria Angeles und den 4 Kindern lebt er in Mar del Plata in einem winzigen Haus und erweitert seine Familie oft am Wochenende oder in den Ferien noch um 1 bis 2 Kinder aus unserem Projekt.
Claudio Paz
ist ein absoluter Glücksfall. Als gelernter Gitarrenbauer hat er sich alles um den Geigen- und Bogenbau autodidaktisch erarbeitet. Sogar seine Werkzeuge dafür stellt er selbst her. Seine "Bibel" ist ein Geigenbau-Werk auf Deutsch. Ohne diese Sprache gelernt zu haben, studiert er mithilfe eines Wörterbuches die Texte. Unsere gespendeten Instrumente werden von ihm gewartet und oft auch "aufbereitet".
Seinen Lebensunterhalt verdient er als Hausmeister eines großen Wohnblocks in Mar del Plata und ist dort mit allen Arten von Reparaturen beschäftigt.
Für die Kinder im Projekt ist er eine Art Superpapa, zu dem man vertrauensvoll mit allen Nöten kommen kann. Sie lieben es, ihm bei der Arbeit zuzuschauen und ihm manchmal zur Hand gehen zu dürfen. Wenn er arbeitet, ist für sie der schönste Übungsplatz seine Werkstatt.
Claudios Traum ist es, eines Tages ganz vom Instrumentenbau leben zu können und Kinder im Instrumentenbau anzuleiten.
Maria Angeles Varbaro,
verheiratet mit Daniel Zucchiatti, hat - wie sie selbst sagt - 4 eigene Kinder und 50 Niños en Armonia. Wie ihr Mann hat sie mehrere Ausbildungen: Kindergärtnerin, musikalische Früherziehung, italienischer Tanz, Kunsterziehung, Köchin und Konditorin.
Im Projekt ist sie nach eigenem Bekunden "Mädchen für alles": Zubereitung von Mahlzeiten, Beaufsichtigung in den Pausen, beim Üben, Hausaufgabenbetreuung, Ansprechpartnerin besonders für die älteren Mädchen und immer auf dem neuesten Stand bei aufkommenden Problemen.
Das Projekt "Niños en Armonia" ist im wahrsten Sinne des Wortes ihr Familienprojekt geworden. Immer dabei sind auch ihre eigenen Kinder, die sich mit den Projektkindern sehr angefreundet haben.
Baldomero Sanchez
Baldomero Sanchez, bzw "Teddy",
ist seit gut 20 Jahren Solo-Bratschist im Sinfonieorchester Mar del Plata.
Im Konservatorium Mar del Plata ist er als Violin- und Violaprofessor tätig. Mehrere seiner Schüler konnten in den USA sowie in Europa weiterstudieren.
Er spielte viele Jahre im in Argentinien sehr berühmten "Quinteto Rego" Bratsche.
Seit April 2008 unterrichtet er die von Ingrid Ostrovski vorbereiteten Kinder und wechselt sich mit Daniel Zucchiatti bei den Orchesterproben ab.
Dante Inga
arbeitet seit September 07 im Projekt als Kontrabass- und rhytmischer Lehrer - dank der gespendeten Bongos der Gräfelfinger Musikschule. Er spielt elektrische und klassische Gitarre in Folklore- und Jazzformationen.
Er unterrichtet Musik an verschiedenen Grundschulen in der Region.
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